Ganzheitliche Ernährung und Darmgesundheit: Diese 7 Grundprinzipien sollten Sie kennen!

Aus Kurhaus Schärding
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Konzept der ganzheitlichen Ernährung betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit und Individualität. Ganzheitliche Ernährung kann also als ein Lebensstil verstanden werden, der Ernährung nicht nur rein als Nahrungsaufnahme definiert, sondern physische, emotionale und spirituelle Aspekte in den Blick nimmt. Mit der Umstellung auf das Konzept einer ganzheitlichen Ernährung wird dem aktuellen Lebensstil, der oft viele gesundheitliche Probleme verursacht, eine Absage erteilt. Was sind die Grundprinzipien dieses Konzepts?

 

 Prinzip 1: Hören Sie auf Ihren Körper!

Ganzheitliche Ernährung bedeutet auf den eigenen Körper und dessen individuelle Bedürfnisse zu hören und entsprechend danach zu leben. Der Mensch soll lernen auf eine Weise Nahrung aufzunehmen, die für den gesamten Organismus von Vorteil ist. Ziel dabei ist es, dem Körper alles Positive durch die Nahrungsaufnahme zu bieten, was er zum Leben braucht. So können schlechte Essgewohnheiten abgestellt und Heißhungerattacken vermieden werden, ebenso wie ein Ungleichgewicht in der Ernährung.

 

 Prinzip 2: Greifen Sie zu gesunden und biologisch wertvollen Lebensmitteln!

Lebensmittel sollten im Sinne einer ganzheitlichen Ernährung frisch, biologisch, saisonal und gesund sein. So wird als Hauptbestandteil dieses Ernährungskonzeptes der Verzehr von verschieden farbigen Früchten und Gemüsesorten empfohlen. Weiterhin sollten dem Körper eine hohe Menge an wertvollen pflanzlichen Proteinen zugeführt werden. Getreide, Samen und Trockenfrüchte sollten daher ebenso auf dem Speiseplan stehen wie Vollkornprodukte und Nüsse.Gewürze wie Pfeffer, Ingwer, Kurkuma, Zimt und Nelken rangieren ebenfalls auf der Liste einer ganzheitlichen Ernährung ganz oben.

 

 Prinzip 3: Halten Sie Ihr Verdauungssystem durch die Wahl der Lebensmittel gesund!

Obst, Gemüse, vermehrt pflanzliche Proteine, Vollkornprodukte und Ballaststoffe wirken sich positiv auf das gesamte Verdauungssystem aus. Der Griff zu diesen Lebensmitteln ist Voraussetzung für eine darmgesunde Ernährung. Darmschleimhaut und Darmflora bleiben gesund, die Verdauung kann ohne Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen reibungslos ablaufen. Um den Körper auf die Ernährungsumstellung im Sinne einer ganzheitlichen Ernährung vorzubereiten, kann im Vorfeld eine Darmreinigung durchgeführt werden. Diese hat zum Ziel, den Darm von Abbau- und Abfallprodukten zu befreien. Schlackstoffe werden gelöst und aus dem Körper geschwemmt. Der Darm und das gesamte Verdauungssystem ist danach besser bereit, wertvolle Nahrungsbestandteile aufzunehmen und an die Körperzellen zu verteilen.

 

 Prinzip 4: Vermeiden Sie „schlechte“ Lebensmittel!

Viele Nahrungsbestandteile wirken sich negativ auf die Darmgesundheit und somit auf den ganzen Organismus aus. Fleisch und tierische Fette sollten im Rahmen der ganzheitlichen Ernährung nicht oder nur in ganz geringen Mengen konsumiert werden. Studien haben gezeigt, dass vor allem der Verzehr von rotem Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöhen kann. Wenn es dennoch ab und an Fleisch sein soll, dann greifen Sie lieber zu hellen und mageren Sorten wie Geflügel oder auch Fisch. Im Sinne der ganzheitlichen Ernährung sollte auch auf Zucker, Weißmehl und industrielle Fertigprodukte verzichtet werden. Die Gerichte sollten möglichst einfach und naturbelassen sein. Denn je einfacher und unkomplizierter diese sind, desto mehr sind sie der Gesundheit förderlich, vor allem der Darm und das gesamte Verdauungssystem profitieren davon.

 

 Prinzip 5: Seien Sie achtsam und vertrauen sie auf sich!

Das Konzept der ganzheitlichen Ernährung umfasst neben den ernährungsphysiologischen Aspekten vor allem auch emotionale und spirituelle Gesichtspunkte. An erster Stelle steht die Erkenntnis, dass Sie selber dafür verantwortlich sind, was Sie essen. Sie selber entscheiden für sich, ob Sie achtsam mit sich und Ihrem Körper umgehen möchten und so zu essen, wie es ihr Körper braucht. Ruhe, Geduld mit sich selber und das Vertrauen, das Richtige zu tun stehen am Anfang der Ernährungsumstellung im Sinne einer ganzheitlichen Ernährung.

 

 Prinzip 6: Essen im Hier und Jetzt!

Ganzheitliche Ernährung bedeutet natürlich in erster Linie die Auswahl der geeigneten Lebensmittel und wertvollen Energiequellen. Sie hat jedoch rein gar nichts mit Verzicht und Selbstkasteiung zu tun. Wichtig ist, niemals ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie zwischendurch zu ungesunden Dingen greifen. Sie leben und essen im Hier und Jetzt. Normalerweise verzehren Sie morgens ein proteinreiches und gesundes Frühstück. Heute steht Ihnen jedoch bei schönstem Sonnenschein der Sinn nach Milchkaffee und Croissant im Straßenkaffee. Gönnen Sie sich das ohne schlechtes Gewissen, denn Körper, Geist und Seele sollen sich im Sinne der ganzheitlichen Ernährung in Einklang befinden. Morgen ist wieder das gesunde Frühstück an der Reihe.

 

 Prinzip 7: Schritte einer ganzheitlichen Ernährung

Um das Konzept einer ganzheitlichen Ernährung zu leben, sollten Sie folgende Schritte gehen und sich fragen:

  • Habe ich überhaupt Hunger? Wenn ja, dann treffe ich meine Entscheidung für die Mahlzeit bewusst
  • Was möchte mein Körper essen? Auf was hat er gerade Lust? Was sagt meine innere Stimme?
  • Genieße ich mein Essen achtsam und mit allen Sinnen? Nehme ich Farben, Aromen, Geschmack und Gerüche bewusst wahr?
  • Wie fühle ich mich nach der Mahlzeit? Wie ist mein Gefühl eine Stunde nach dem Essen? Bekommt es mir und bin ich satt? Schenkt es mir Energie oder werde ich müde?

Wenn diese Fragen beantwortet werden, findet eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema Essen und Nahrungsaufnahme statt. Sie selber finden durch diese Achtsamkeit heraus, was ihrem Körper gut tut und was nicht und vermeiden so beim nächsten Mal eventuelle Ernährungsfehler von ganz alleine. Oberstes Ziel einer ganzheitlichen Ernährung ist es, die Menschen aufzuklären. Ernährungsfehler sollen durch den bewussten und intensiven Umgang mit dem Thema selber erkannt und behoben werden. Wenn der Mensch lernt, die Bedürfnisse des eigenen Körpers wahrzunehmen und sich korrekt zu ernähren, können viele gesundheitliche Probleme bekämpft werden.