Basische Ernährung und gesunder Darm: 5 wissenswerte Fakten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Kurhaus Schärding
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Version vom 3. Dezember 2019, 12:15 Uhr

Eine gesunde Darmflora und eine gut funktionierende Verdauung sind Voraussetzung für ein Leben ohne gesundheitliche Probleme. Viele Krankheiten können entstehen, wenn sich der Darm im Ungleichgewicht befindet: Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Müdigkeit und ein geschwächtes Immunsystem sind oft die Folge, wenn der Darm verschlackt ist. Hier kann eine Darmreinigung helfen, um den Darm von festsitzenden Stoffwechselprodukten zu befreien. Diese wird meist im Vorfeld einer Ernährungsumstellung durchgeführt. Oft stellen Betroffene nach der Darmsanierung ihre Ernährung auf eine basische Kost um.Dies bedeutet, dass vermehrt basenbildende Lebensmittel zu sich genommen werden, um so einer Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken.

 Warum ist der menschliche Körper häufig übersäuert?

Ein ausgeglichener Säuren-Basen-Haushalt im Körper ist wichtige Voraussetzung für die Gesundheit. Ist dieser nicht vorhanden und überwiegen die Säuren, so kann es zu verschiedenen gesundheitlichen Störungen kommen. Dass unser Körper häufig übersäuert ist, liegt an falschen Ernährungsgewohnheiten und einem allgemein ungesundem Lebensstil. Dazu zählen:

  • die Aufnahme von zu vielen säurehaltigen Speisen und Getränken
  • Rauchen und Alkohol
  • die Einnahme von Medikamenten
  • Ärger und Stress
  • zu wenig Bewegung
  • fehlende Entspannung

Der Darm nimmt hier eine zentrale Rolle ein. Werden zu viele säurehaltige Lebensmittel über die Nahrung aufgenommen, so entstehen Verschlackungen im Darm. Abbauprodukte lagern sich in der Darmwand an, verhärten sich und werden nicht mehr richtig abtransportiert. Dies hat zur Folge, dass Nähr- und Vitalstoffe vom Darm nicht mehr richtig aufgenommen und an die Körperzellen abgegeben werden können. Ist dies der Fall, so empfiehlt sich eine Darmreinigung durchzuführen, die den Darm im Vorfeld einer Ernährungsumstellung auf basische Kost von Abfallprodukten befreit.

 

 Was ist die basische Ernährung?

Die basische Ernährung hat als Grundgedanke, dass der pH-Wert im menschlichen Körper durch die Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel verändert werden kann. Nahrungsmittel können vom Körper nicht vollständig verdaut werden. Die unverdaulichen Reste werden über den Darm ausgeschieden und diese haben entweder einen sauren oder basischen pH-Wert. Ist am Ende des Tages ein basischer pH-Wert vorhanden, so befindet sich der gesamte Organismus in einem basischen Zustand. Unterschieden wird jedoch zwischen einer rein basischen Ernährung und einer basenüberschüssigen Ernährungsform, die von Experten empfohlen wird. Hier liegt der Anteil basenbildender Lebensmittel bei 70 bis 80 Prozent. Dies verbessert die Gesundheit, stärkt das Immunsystem, hilft bei der Abwehr verschiedener Krankheiten und fördert natürlich die Darmgesundheit. Folgende 3 Kriterien einer basischen Ernährung können genannt werden:

  • Sie ist vorwiegend pflanzlich, also vegan
  • Sie besteht aus frischen und basischen Zutaten
  • Industriell verarbeitete Produkte werden vermieden

 

Welche Lebensmittel sind basenbildend?

Basenbildende Lebensmittel entsäuern den Körper und beugen Mangelerscheinungen vor, da sie besonders wichtige Mineralstoffe enthalten. Auch bei Getränken kann zwischen sauer und basenbildend unterschieden werden.

Basische Getränke sind:

  • Ungesüßte Fruchtsäfte
  • Gemüsesäfte
  • Mineralwasser
  • Espresso
  • Kaffee
  • Wein

 

Zu den basenbildenden Lebensmitteln zählen:

  • Aprikosen
  • Birnen
  • Bananen
  • Blattsalate
  • Blumenkohl
  • Kartoffeln
  • Mandeln
  • Sellerie
  • Spinat
  • Dörrobst
  • Gewürz- und Wildkräuter
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Sojabohnen

Als neutrale Lebensmittel für einen guten basischen Ernährungsplan gelten Naturreis, Hirse, naturbelassene Fette und Öle, frische Walnüsse und Butter. Diese Lebensmittel lassen sich gut mit den rein basenbildenden Produkten kombinieren, so dass fast völlig auf säurebildende Lebensmittel verzichtet werden kann.

== Was leisten basische Lebensmittel für den Organismus? ==
Basenbildende Lebensmittel vereinen viele Vorteile für den gesamten menschlichen Organismus:

  • Sie sind reich an basischen Mineralstoffen, denn sie verfügen über einen hohen Gehalt an basisch wirkenden Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen
  • Sie sind arm an säurebildenden Aminosäuren, bei deren Abbau Schwefelsäure entsteht
  • Sie regen die körpereigene Basenbildung an, zum Beispiel durch die enthaltenen Bitterstoffe
  • Basische Lebensmittel hinterlassen nach der Verstoffwechslung keine sauren Rückstände im Körper. Es entstehen keine Schlackstoffe, die sich im Darm einlagern
  • Basische Lebensmittel vitalisieren den Körper, stärken seine Entgiftungsorgane, entlasten die Ausleitungsorgane und stärken das Immunsystem. Der Körper ist so besser in der Lage, Gifte und Schlacken neutralisieren und besser ausleiten zu können.
  • Basenbildende Lebensmittel haben einen hohen Wassergehalt, so dass dem Körper immer genügend Flüssigkeit zur Verfügung steht
  • Sie wirken entzündungshemmend und können so Arteriosklerose, Rheuma und Diabetes entgegenwirken
  • Basische Lebensmittel fördern die Darmgesundheit und stärken die Darmflora. Je gesünder der menschliche Darm, umso besser und schneller können schlechte Säuren ausgeschieden werden

 

Welche Lebensmittel sollen im Rahmen der basenbildenden Ernährung vermieden werden?

Viele Produkte, die wir aus Gewohnheit täglich verzehren, gehören zu den säurebildenden Lebensmitteln. Aus diesem Grund lohnt sich ein genauer Blick auf den Speiseplan, um ungesunden Ernährungsgewohnheiten auf den Grund zu kommen. Bei einer vorwiegend basischen Ernährung sollte der Anteil folgender Lebensmittel nur 20 Prozent der täglichen Ernährung ausmachen, denn sie gelten als Säurebildner:

  • Zucker und Süßwaren
  • helle Brotsorten
  • Nudeln
  • Fleisch- und Wurstwaren
  • Fisch
  • Käse
  • Eier
  • Sojaprodukte und Erdnüsse

Auch Alkohol und kohlensäureartige Getränke sollten im Rahmen einer basischen Ernährung vermieden werden. Wenn Sie gerne ab und an zu Brot und Nudeln greifen, so ist hier in jedem Fall die Vollkornvariante vorzuziehen. Am besten kombiniert man diese Produkte immer mit einem hohen Anteil an Gemüse oder Salat. Es gibt auch Lebensmittel, die zu den „guten“ Säurebildnern gehören. Diese können im Rahmen einer basischen Ernährung auch ab und an auf dem Speiseplan stehen. Dazu gehören:

  • Hülsenfrüchte
  • Pseudogetreide wie Quinoa oder Buchweizen
  • Bio-Getreide wie Dinkel, Kamut oder Gerste
  • Bio-Tofu

Besonders während einer Darmsanierung empfiehlt sich die Umstellung der Ernährung auf eine vorwiegend basische Kost. Je mehr frisch zubereitete und vitalstoffreiche Mahlzeiten dem Körper zugeführt werden, desto schneller tritt ein Therapieerfolg ein. Eine Darmsanierung dauert etwa vier bis sechs Wochen. Idealerweise sollte nach Ende der Darmreinigung der gesunde und hauptsächlich pflanzliche Ernährungsstil beibehalten werden.