Zungen- und Pulsdiagnostik nach TCM im Kurhaus Schärding

In der westlichen Medizin bedient man sich  zur Diagnosestellung oft einer Vielzahl von Labortests und maschinellen Messungen. Die chinesische Diagnose favorisiert dabei Wege, die allein auf die Sinneswahrnehmungen, Urteile sowie der der Intuition und der Erfahrung des Arztes beruhen. Zwei Methoden gelten als besonders nützlich und zuverlässig: die Zungen- und die Pulsdiagnostik nach TCM.

Pulsdiagnostik nach TCM (Traditionell Chinesische Medizin) puls

Die Traditionelle Chinesische Medizin kennt wesentlich mehr Pulse als die westliche Medizin. Es gibt rund 30 verschiedene Pulsarten, die an drei Stellen und in drei  Tiefen an den beiden Handgelenken getastet werden können.

Die Pulsdiagnostik basiert auf dem Prinzip, dass Qi und Blut als eine Einheit zirkulieren. Wenn man die Bewegung des Bluts im Blutgefäß fühlt, kann man auf die Aktivität von Qi und Blut schließen. Der Puls wird durch die Bewegung des Bluts in den Arterien erzeugt, doch die Bewegung wird von der Kraft des Qi initiiert. Das chinesische Sprichwort “Wohin das Qi geht, dahin fließt das Blut” ist Ausdruck dieser Synergie. Sind sie jedoch gestört, können auch andere Vorgänge aus dem Gleichgewicht geraten und Störungen treten auf.

Wie funktioniert die Pulsdiagnostik nach TCM?

Der TCM-Arzt fühlt den Puls auf drei Positionen an beiden Handgelenken entlang der Hauptschlagader. Die daumennächste Position korrespondiert mit dem Brustkorb und dem Oberkörper (Herz, Lunge), der mittlere Punkt mit dem Oberbauch (Magen, Milz, Gallenblase und Leber) und die handgelenkfernste Position korrespondiert mit dem Unterbauch (Niere, Blase, Dünn- und Dickdarm). Die Kraft, die Geschwindigkeit, der Rhythmus und das Volumen des Pulses geben Auskunft über die Konstitution des Patienten. Ein gesunder Puls ist regelmäßig, mit vier oder fünf Schlägen pro Atemzyklus und einem weichen, fließenden Gefühl in seinem An- und Abschwellen.

Die Art des Pulses wird weiters in drei Tiefen (Hautoberfläche, mittlere und tiefe Ebene) ermittelt. Erfasst werden Frequenz, Volumen, Rhythmus und Form der Pulse. Dadurch können verschiedene Disharmonien in den entsprechenden Organen festgestellt werden.

Die klassischen Texte der Traditionellen Chinesischen Medizin zählen bis zu 32 Pulsqualitäten auf, von denen jede auf eine ganz bestimmte Störung hinweist.

 

zungeZungendiagnostik nach TCM

Die Zunge ist ein Organ mit vielen Aufgaben. Sie ist charakterisiert durch ihre Farbe, Struktur, Feuchtigkeit, Größe und Form. Veränderungen des Zungenkörpers spiegeln im Allgemeinen lang anhaltende Fehlfunktionen der Organe wider, während Veränderungen des Belags kurzfristige Störungen der Verdauung, des Flüssigkeitshaushalts und der Hitzeregulation anzeigen können. Die Zunge ist ein kräftiger, beweglicher Muskel und Spiegel des Körpers. Sämtliche Veränderungen in Farbe, Form und Belag können auf Störungen im Organismus hinweisen. Grund für diese Vielseitigkeit und Wichtigkeit ist die intensive Vernetzung von Mundhöhle und Zunge mit dem Gehirn. Die Zunge ist über vier Nerven sowohl mit dem Gehirn als auch mit inneren Organen verbunden. Diese sind für die Empfindung von Hitze, Kälte, Schmerz und Geschmack verantwortlich.

Ohne das Lesen und Bewerten der Zungenveränderungen würde der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ein wesentliches Element der Diagnostik fehlen. Neben dem Fühlen des Pulses ist die Zungendiagnostik das A und O auf dem Weg zur Heilung. Sicherheit erlangt man laut Lehrplan des Studiums der TCM erst, wenn man sich rund 15.000 bis 20.000 Zungen angesehen hat. Zur Bewertung der Zunge begutachtet man Oberfläche, Größe, Form, Spannkraft und Beweglichkeit sowie die Unterseite, hier besonders die Venen.

Auch in unseren Breiten ist die Zungendiagnostik nicht ganz unbekannt, man denke an folgende Symptombilder: Dicker weißer Belag bei Erkältung oder Magen-Darm-Störung, oder trockene Zunge und eingerissene Mundwinkel bei Diabetes. Oder sind z.B. die Venen an der Zungenunterseite besonders dick und gestaut, dann weiß auch der westliche Mediziner, dass eine Herzinsuffizienz dahinter stecken kann.

Auf der Zunge ist der gesamte Mensch abgebildet, ebenso wie in der Handfläche, den Fußsohlen und in der Ohrmuschel. Sie ist für Kenner auch Spiegelbild der Seele.

TCM (Traditionell chinesische Medizin) im Kurhaus Schärding

Im Kurhaus Schärding bringen drei Allgemeinmedizinerinnen mit ÖAK-Diplom für Akupunktur, eine in China ausgebildete Therapeutin und eine chinesische Therapeutin die Lebensenergie nach der Traditionell Chinesischen Medizin wieder zum Fließen, sorgen für seelisches und körperliches Gleichgewicht und lindern Beschwerden unterschiedlichster Art.

 

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