Anleitung zum achtsamen und langsamen Essen

Anleitung achtsames Essen: Neben dem Fasten selbst, der Bewegung und einer damit einhergehenden Reinigung des Organismus ist diese Zeit auch gut in Hinblick auf das Erlernen von mehr Achtsamkeit. Achtsamkeit mit sich, seinem Körper und vielleicht auch mit Mitmenschen. Schnelles Essen, häufig der Zeit, in der wir leben geschuldet, ist häufig auch Auslöser für Gewichtsprobleme und einer Übersäuerung des Körpers. Die Currywurst schnell im Stehen in der Mittagspause, das Frühstückscroissant auf dem Weg zur Arbeit oder die Tafel Schokolade auf dem Heimweg, weil der Hunger einfach zu groß geworden ist. In Stresssituationen kompensiert man Unruhe häufig mit ungesundem Essen. Man gönnt sich das Glas Wein oder ein Bier mehr. Dazu Chips, Schokolade oder Cracker. Das Problem ist hausgemacht und lösbar. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Gesundheit ist das Erlernen von langsamen, bewussten und achtsamen Essen. In Ruhe, an einem Tisch, mit allen Geschmacksnerven, die es zu entdecken gibt.

Kann man achtsames und langsames Essen lernen?

„Kind, kau richtig und schling nicht so!“, kennen wohl viele aus der Kindheit. Und Kauen ist tatsächlich wichtig. Dadurch setzt das Sättigungsgefühl schneller ein und das Kauen hilft dem Körper bei der Verdauung. Durch richtiges Kauen erledigt man eine wichtige Vorarbeit.

Kauen kann man aber auch richtig lernen. Bekannt ist die „Rosinenmethode“. Wobei die Rosine auch gegen jedes andere natürliche und reife Lebensmittel ausgetauscht werden kann. / Achtsames langesames Essen. 

Achtsames langesames Essen: Los geht’s mit der Übung

Die Übung lässt sich ganz ohne Meditationsklischees in wenigen Minuten an jedem Ort durchführen. Man braucht nur ein paar ungestörte Minuten. Zuerst nimmt man die Rosine in die Hand. Und dann betrachtet man diese, als ob man sie zum ersten Mal in seinem Leben sieht. Wie sieht sie aus? Welchen Eindruck macht sie? Wie fühlt sie sich an? Wie verändert sie sich, wenn du sie bewegst, sie drückst oder ins Licht hält? Welche Farbe hat sie? Ist sie wirklich braun?

Alle Sinne bei der Erkundung einsetzen

Hier sind alle Sinne gefragt. Wie riecht die Rosine? Wie hört es sich an, wenn man sie quetscht? Wie fühlt man sich dabei? Vermutlich erst einmal recht blöd. Schiebt man dieses Gefühl beiseite, was bleibt dann? Bekommt man nun Lust, diese Rosine zu essen, dann sollte man hier widerstehen. Das ist ein erster und wichtiger Schritt bei der Achtsamkeit beim Essen. Impulskontrolle. Nur weil etwas gut riecht, man Lust darauf hat, muss man es noch lange nicht essen. Wenn man diese Akzeptanz erst einmal verstanden und verinnerlicht hat, hat man einen wichtigen Punkt auf dem eigenen Weg geleistet.

Das Ende der Übung

Wie fühlt es ich an, wenn man die Rosine an die Lippen hält? Ist es anders als die Berührung mit dem Finger? Anschließend legt man die Rosine auf die Zunge. Spürt dem Geschmack nach, der sich langsam im Mund ausbreitet. Spürt das Gewicht dieser kleinen Rosine. Nun kann die Rosine mithilfe der Zunge im Mund bewegt werden. Wie fühlt sich das an? Auch hier lernt man mit der Zeit Impulssteuerung. Der natürliche Reflex wäre jetzt sicherlich, die Rosine zu zerbeißen oder direkt herunterzuschlucken. Gibt man dem nicht nach, übt man ganz leicht mehr Achtsamkeit beim Essen.

Schließlich wird die Rosine zwischen den Zähnen zerbissen. Wieder wird dem Geschmack nachgespürt, die Frucht gefühlt und geschmeckt. Man konzentriert sich ganz auf die Kaubewegung und nach dem Herunterschlucken spürt man dem Geschmack nach.

Nach der Rosinenmeditation fragt man sich, wie es sich angefühlt hat, die Rosine so achtsam zu essen. Wie hat man sich dabei gefühlt? Wo war man mit seinen Gedanken? Konnte man sich darauf einlassen oder driftete man gedanklich ab?

Schlussendlich beendet man die Meditation, verbucht es als Erfahrung und schließt es ab.

Fazit

Wer sich wirklich nährt und nicht nur ernährt, wer Sport als Bestandteil seines Seins akzeptiert und integriert und wer sich ganz bewusst ernährt, mit Bedacht und allen Sinnen, legt den Grundstein für ein langes und gesundes Leben. Jetzt muss man nur den ersten Schritt gehen. Es ist gar nicht so schwer.

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